Welcome! – Die Candidate Experience beim Bewerberprozess von Anfang an positiv gestalten

„Candidate Experience“ – eines DER Schlagwörter, das die HR-Welt mit Blick auf den Fachkräftemangel, der demografischen Entwicklung und Spezialisierung in der Arbeitswelt immer mehr bewegt. Die Suche nach dem geeigneten Mitarbeiter, der für die Stelle passend qualifiziert ist, wird zunehmend schwieriger. In vielen Arbeitsbereichen bestehen große Personalengpässe. Dazu zählt beispielsweise der Ingenieur-, IT- oder Pflegebereich. Es wird komplizierter und damit aufwendiger für Personaler entsprechend qualifizierte Mitarbeiter zu rekrutieren. Der Bewerbermarkt hat sich inzwischen zugunsten der Kandidaten gedreht, und die Personaler müssen Strategien entwickeln, wie sie am besten ihren Wunschkandidaten erreichen.

Seit wann ist der Kandidat König? Nun stehen für die Rekrutierung auf einmal die Bedürfnisse des Bewerbers direkt im Fokus. Welche Wünsche hat er an seine Arbeitsstelle? Was erwartet er von dem Unternehmen? Was darf und kann er auf jeden Fall verlangen?

Er befindet sich jetzt in einer besseren Bewerberposition als noch vor wenigen Jahren. Wenn er jetzt schon eine größere Auswahl nach geeigneten Jobs hat, vor allem in den Engpassberufen, dann wird er sicherlich das attraktivere Unternehmen wählen. Und der Unternehmer wird Anstrengungen machen müssen, seine Arbeitgebermarke positiv zu verkaufen. Andernfalls verliert er einen potenziell guten Kandidaten, der womöglich bei der Konkurrenz seine Talente zukünftig einsetzt. Deshalb müssen sich die Arbeitgeber noch stärker sich mit den Belangen ihrer Bewerber auseinandersetzen. Hier setzt die „Candidate Experience“ an, denn sie umfasst alle Erfahrungen, die ein Kandidat im Laufe seiner Reise im Bewerberprozess mit dem Unternehmen gewinnt. Diese sollten positiv und motivierend sein. Eine aufrechte Beziehung und eine gute Kommunikation mit ihm sind entscheidend, um ein positives Unternehmensimage aufzubauen.

Wenn ein Arbeitgeber erfolgreicher und zügiger seine Stellen mit den richtigen Potenzialen besetzen möchte, sollte er sein „Candidate Experience Management“ passend abstimmen. Leider machen viele Bewerber schlechte Erfahrungen mit potenziellen Arbeitgebern; darunter auch Personaler auf der Jobsuche, wie im Blickwinkel-Blog auf unterhaltsame Weise geschildert wird.

Einige „Verhaltensregeln“ erlauben eine möglichst positive „Candidate Experience“ aufzubauen:

  • Karriereseiten suchmaschinenoptimiert für die Google-Suche unter SEO-Kriterien gestalten, um im Netz besser auffindbar zu sein.
  • Mobilfähige Karriereseiten in Responsive Design anbieten, damit mehr Bewerber sich flexibel über alle mobilen Endgeräte über offene Stellen und Karriere informieren können. Darüber hinaus bieten einige Unternehmen den Bewerbern bereits die Option sich auch mobil zu bewerben. Dies sind zumeist Kurzbewerbungen, mit der Möglichkeit auf ein Karriereprofil zu verlinken. Teilweise wird das rasche Einlesen von Daten aus dem Lebenslauf oder aus Netzwerken für die Versendung ebenfalls angeboten.
  • Die Stellenanzeige sollte möglichst präzise im Hinblick auf die Aufgabenfelder und gewünschten Kompetenzen ausformuliert werden, um genügend Transparenz bei den potentiellen Bewerbern zu schaffen.
  • Die eigene Zielgruppe der Bewerber sollte stets im Blick behalten werden. Auch über Social Media Kanäle, wie Facebook, Twitter und andere, in denen sich die Zielgruppe austauscht, kann auf freie Stellen aufmerksam gemacht werden – nicht nur in klassischen Printanzeigen oder Online-Stellenbörsen.
  • Im Bewerbungsgespräch sollte sich der Gesprächspartner im Vorfeld gut über den Bewerber informiert haben, und von Beginn an wertschätzend und fair die Unterhaltung führen.
  • Möglichst zeitnah, bis zu etwa einer Woche ist der Kandidat über den Stand seiner Bewerbung zu informieren.

Roland Roos

Roland Roos

Roland Roos ist Personalleiter und damit verantwortlich für alle Prozesse im Personalwesen. Er verfolgt stets aktuelle Themen wie Recruiting, Personalentwicklung & Talent Relationship Management.

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