Jede 10. Stelle über Active Sourcing besetzt

Stellenwert von Active Sourcing in der Personalgewinnung

Fast drei Viertel der Unternehmen verlassen sich bei der Besetzung von Vakanzen auf Recruiting-Kanäle (Monster Recruiting Studie 2018: Social Recruiting und Active Sourcing). 21 % der Unternehmen greifen zusätzlich auf Active Sourcing Methoden zurück: Sie identifizieren (wechselwillige) Kandidaten in CV-Datenbanken und Karrierenetzwerken und sprechen sie direkt an. 7, 1 % der Arbeitgeber nutzen sogar ausschließlich Active-Sourcing-Kanäle. Etwa jede 10. Stelle wird über Active Sourcing besetzt. Ein Fünftel der Unternehmen erhält auf eine Direktansprache eine positive Rückmeldung, 22,9 % eine negative. Immerhin ein Drittel der potenziellen Bewerber bewerten das Profil im Karrierenetzwerk als Top-Kanal, um eine Stelle zu finden. Ein weiteres Drittel hält die Stellenanzeigen in den Businessnetzwerken für besonders aussichtsreich. Fast drei Viertel der Kandidaten nutzen ein Profil auf XING, LinkedIn und Co., um von Unternehmen identifiziert zu werden.

Top Sourcing-Kanäle der Unternehmen

Der wichtigste Sourcing-Kanal für Unternehmen ist der eigene Talentpool: 23,5 % der Arbeitgeber suchen in der Talentdatenbank nach passenden Kandidaten für eine Vakanz. Fast ein Fünftel der Recruiter greift auf das eigene Netzwerk zurück. 17,2 % halten auf Karriereevents für Absolventen und Studierende nach möglichen Stellenanwärtern Ausschau. In der IT-Branche gehören Karrierenetzwerke neben Talentpools für knapp ein Drittel der Unternehmen zu den Top-Kanälen. Interessant ist, dass Unternehmen mit Social Media Strategie im Active Sourcing beinahe doppelt so erfolgreich sind wie jene, die keine Strategie für die sozialen Medien verfolgen: Sie erhalten häufiger positive Rückmeldungen von Kandidaten. Nur knapp ein Fünftel der Arbeitgeber hat eine Social-Media-Strategie umgesetzt. Der mit Abstand am häufigsten genutzte Social-Media-Kanal für die Stellenveröffentlichung ist XING: 17,4 % der Unternehmen und 50 % der IT-Unternehmen veröffentlichen ihre Stellen im Karrierenetzwerk, gefolgt von:
• LinkedIn: 4,5 %
• Facebook: 4,4 %
• Twitter: 4,4 %
Von den potenziellen Bewerbern suchen rund 40 % über XING nach Stellenangeboten, 23,5 % sind dafür auf LinkedIn unterwegs.

Active Sourcing über XING

Etwa ein Fünftel der Unternehmen sucht laut Monster Recruiting Studie auf XING nach Kandidaten. Ein Viertel der Kandidaten nutzt XING, um sich mit Unternehmen zu vernetzen. Fast 60 % werden lieber von Unternehmen angesprochen, als sich initial zu bewerben. XING gehört neben LinkedIn zu den nutzerstärksten Karrierenetzwerken: 13,8 Millionen Nutzer aus der DACH-Region waren Ende 2017 laut statista auf XING registriert. Seit 2013 konnte das Portal seine Nutzerzahlen mehr als verdoppeln. Auch das internationale Businessnetzwerk LinkedIn hat die 10-Millionen-Marke geknackt. Karrierenetzwerke wir XING und LinkedIn scheinen wie prädestiniert für das Active Sourcing: Recruiter finden einen Pool an Nutzerprofilen vor, die wichtige Karrieredaten offenlegen. Passive Kandidaten, die nicht auf Jobsuche sind, lassen sich per Ansprache über XING besser erreichen als über eine Stellenanzeige. Ob die Bewerberansprache Funken schlägt, ist von mehreren Faktoren abhängig: Wie wechselwillig ist der Kandidat? Wie attraktiv sind das Stellenangebot und die Arbeitsbedingungen im rekrutierenden Unternehmen? Gefällt dem User die Form der Kontaktaufnahme?
Nutzer können auf XING angeben, ob sie an Karrierechancen interessiert sind. Sie wählen eine der folgenden Optionen aus:
• Aktiv auf Jobsuche
• Nicht auf Jobsuche, aber offen für Angebote
• Kein Interesse an Karrierechancen
Manche Nutzer geben offen in ihrem Profil an, wie sie es mit einem potenziellen Jobwechsel halten – z. B.: „Ich suche nach einer neuen Herausforderung“ oder „Bitte keine Stellenangebote“. Im Zweifelsfall fragen Recruiter einfach beim Kandidaten nach. Um Nachrichten an Nicht-Kontakte zu senden, ist ein Premium-Account erforderlich: Die Anzahl der Messages ist limitiert. Bei Nutzung des XING TalentManagers sind 1.000 Nachrichten pro Monat möglich.

XING-Stellenmatching

XING-Nutzer erhalten im XING-Stellenmarkt auf sie zugeschnittene Jobempfehlungen. Die Empfehlungen sollten eine möglichst hohe Übereinstimmung von Bewerber- und Arbeitgeberanforderungen erzielen. Beim Stellenmatching werden 4 Kriterien berücksichtigt:
Entfernung zum Arbeitsort: Der aktuelle Arbeitsort wird mit dem Ort des Stellenangebots verglichen.
Karrierestufe: Der Algorithmus registriert die aktuelle Karrierestufe/Berufserfahrung und gleicht sie mit den Anforderungen der Stellenanzeige ab („Student/Praktikant“, „Berufseinsteiger“, „Mit Berufserfahrung“, „Manager“, „Direktor“ und „Geschäftsführer“).
Skills: Der Algorithmus vergleicht die im Profil unter „Ich biete“ angegebenen Qualifikationen des Nutzers mit den Anforderungen in der Stellenanzeige.
Aktivitäten: Der Algorithmus registriert, welche Stelleninserate der Bewerber mit erhöhter Aufmerksamkeit verfolgt und überprüft, welche Stellenanzeigen sich XING-Mitglieder mit einem ähnlichen Profil vermehrt ansehen.
Alle Kriterien zusammengenommen ergeben einen Relevanz-Indikator. Der Indikator zeigt an, wie relevant die Position für den Nutzer sein könnte (prozentuale Übereinstimmung). Zur Verbesserung der Treffgenauigkeit hat der User die Möglichkeit anhand einer 5-Punkte-Skala zu bewerten, ob das Stellenangebot zu ihm passt. Die Bewertungsmöglichkeit reicht von 5 % („Passt überhaupt nicht“) bis zu 100 % („Passt perfekt“).

Stellenveröffentlichung und Sourcing über prosoftrecruiting©

Anwender unserer Bewerbermanagement-Software prosoftrecruiting© erstellen ihre Stellenanzeigen im eigenen CI in der Software und streuen diese über eine Multiposting-Funktion in ausgewählten Stellenportalen. Zur Auswahl steht neben allgemeinen und spezifischen Jobbörsen auch die Stellenbörse des Karrierenetzwerks XING. Mit prosoftsourcing können Recruiter XING-Profildaten per Mausklick in die Software importieren (z. B. Daten zum Werdegang, Skills, Kontaktdaten). Aufgrund vorherrschender Datenschutzbestimmungen zur Verarbeitung personenbezogener Daten, sollten Recruiter das Einverständnis geparster Kandidaten zur Datenverarbeitung für Bewerbungszwecke einholen.

 

Fazit

Jede 10. Stelle besetzen Unternehmen laut Monster Recruiting Studie über Active Sourcing. Zu den Top-Kanälen zählen der eigene Talentpool, Netzwerke des Recruiters und Karrierenetzwerke. Von den Social-Media-Kanälen wird XING am häufigsten für die Stellenveröffentlichung genutzt. Unternehmen mit Social Media Strategie sind etwas erfolgreicher im Active Sourcing und erhalten häufiger positive Rückmeldungen von Kandidaten.

Quelle Foto: ©  zorandim75 / Fotolia


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