Top Rekrutierungskanäle von Zeitarbeitsunternehmen

Aktuelle Zahlen zur Personalrekrutierung

Auf dem deutschen Arbeitsmarkt herrscht nahezu Vollbeschäftigung: Bei rund 5,1 % liegt die aktuelle Arbeitslosenquote laut Arbeitsmarkt-Studie 2018. Die Vakanzzeit ist seit 2010 regelmäßig gestiegen (Fachkräfteengpassanalyse Juni 2018 der Bundesagentur für Arbeit): Betrug sie vor 10 Jahren im Schnitt noch 63 Tage, liegt sie mittlerweile bei 107 Tagen. Unternehmen fällt es zunehmend schwer, qualifizierte Bewerber zu finden. Je nach Branche und Unternehmensgröße variieren die Besetzungszeiten: Das Institut für Arbeitsmarkt und Berufsforschung stellte dar (IAB-Kurzbericht 18/2017), dass insbesondere kleine und mittlere Unternehmen Schwierigkeiten bei der Stellenbesetzung aufweisen: Demnach bricht knapp ein Drittel der Kleinbetriebe seinen Suchprozess erfolglos ab, bei den mittlere Betriebe sind es nur 8 % und bei den großen 3 %. Fast drei Viertel der kleinen Betriebe erhalten zu wenig Bewerbungseingänge, etwa die Hälfte klagt über mangelnde Qualifikationen der Bewerber. Beide Aspekte machen auch mittelgroßen Betrieben mehr zu schaffen als größeren Arbeitgebern. Personaldienstleister leisten in Zeiten zunehmender Rekrutierungsschwierigkeiten einen wichtigen Beitrag: Je nach Leistungsportfolio bieten sie Dienstleistungen im Bereich Personalberatung, Arbeitnehmerüberlassung oder Personalvermittlung an. Sie helfen dort aus, wo Unternehmen keine passenden Kandidaten finden, indem sie z. B. die Rekrutierung qualifizierter Bewerber übernehmen oder den flexiblen Einsatz von Arbeitskräften im Rahmen der Arbeitnehmerüberlassung ermöglichen. Der Wettbewerb um Fachkräfte zieht auch an Zeitarbeitsunternehmen nicht spurlos vorbei: 83 % haben laut DIHK-Arbeitsmarktreport 2018 Probleme bei der Besetzung von Stellen.

Wie rekrutieren Zeitarbeitsunternehmen?

Ein gut gefüllter Mitarbeiterpool mit qualifizierten Kandidaten ist ein wichtiger Wettbewerbsfaktor für Zeitarbeitsfirmen: Um flexibel und bedarfsgerecht auf Kundenanfragen zu reagieren, greifen sie entweder auf die bestehende Personaldatenbank zurück oder rekrutieren neue Mitarbeiter. Das unabhängige Marktforschungsunternehmen Lünendonk hat die Top Rekrutierungskanäle identifiziert:
Die Top 3: Der bevorzugte Recruiting-Kanal für Unternehmen aus der Zeitarbeitsbranche sind laut Angaben von Lünendonk Online-Jobbörsen: 28,4 % und damit fast ein Drittel ihrer Mitarbeiter rekrutieren Zeitarbeitsfirmen über Online-Stellenbörsen. Im Vorjahr lag die Angabe noch knappe 6 Prozentpunkte darunter bei 22,6 %. Als wichtigste Quelle gaben Zeitarbeitsfirmen 2016 den Kontakt zu Arbeitsämtern an. Aktuelle Entwicklungen im E-Recruiting und die wachsende Beliebtheit von Online-Jobbörsen für die Jobsuche beflügeln die Nutzung der Portale für die Personalrekrutierung. Etwa ein Fünftel der Rekrutierungen erfolgt über den Kontakt zu Arbeitsämtern – das ist ein Abfall von rund 5 % im Vergleich zum Vorjahr. Die eigene Website liegt in etwa gleichauf mit den Vorjahreswerten: 14,7 % der Zeitarbeitnehmer werden über diesen Kanal rekrutiert.

Knapp hinter der Website folgen Mitarbeiterempfehlungen, über die Zeitarbeitsunternehmen 12 % ihrer Mitarbeiter gewinnen. Die Integration von Mitarbeiterempfehlungen in den Personalmarketing-Mix ermöglicht, dass neben der Ansprache von Kandidaten per Stellenanzeige auch Active Sourcing Methoden einbezogen werden. Die Suche von Kandidaten über soziale Netzwerke (z. B. XING) generiert 6,5 % der Einstellungen. Unternehmen wie Facebook sehen die Chancen des Social Media Recruitings und haben bereits darauf reagiert: Das Social Network von Unternehmensgründer Mark Zuckerberg launchte kürzlich auch in Deutschland seine neue Job-Funktion. Unter den Printmedien liegen regionale Tageszeitungen vorn: 3,3 % der Mitarbeiter können Zeitarbeitsfirmen über Anzeigen in regionalen Tageszeitungen sowie in Wochenblättern gewinnen, gefolgt von eigenen Anwerbeveranstaltungen (1,9 %), der Teilnahme an Veranstaltungen Dritter (1, 4 %) und dem Kontakt zu Hochschulen (0,6 %). Schlusslicht bilden Anzeigen in Fachzeitschriften und in überregionalen Tageszeitungen mit 0,2 %.

Wichtige Kanäle im Bewerbermanagement nutzen

Online-Jobbörsen zählen zu den wichtigsten Recruiting-Kanälen für Zeitarbeitsfirmen. Die größten Erfolge erzielen sie in der Regel über den richtigen Kanal-Mix: Die meisten Unternehmen veröffentlichen ihre Stellenanzeige in mehreren Jobportalen, um die Stellenreichweite zu erhöhen. Um Stellenanzeigen nicht in jedem Portal manuell einpflegen und veröffentlichen zu müssen, können Recruiter das Multi-Channel-Posting nutzen: Per Job-Multiposting lassen sich Stellenanzeigen per Mausklick in mehreren Portalen gleichzeitig streuen. Die Funktion ist eine Komponente der E-Recruiting-Software prosoftrecruiting©. Die Softwarelösung bietet verschiedene Funktionen für eine einfache Steuerung und Erfolgsoptimierung im Recruiting-Prozess. User entwerfen ihre Stellenanzeige im eigenen CI und können diese per Multiposting publizieren. Auch über Social-Media-Kanäle wie Facebook, XING oder LinkedIn lässt sich die Anzeige streuen. Für die Veröffentlichung in der Jobbörse der Bundesagentur für Arbeit ist eine eigene BA-Schnittstelle integriert. Insbesondere für Stellen in der Zeitarbeit kann sich eBay Kleinanzeigen als wertvoller Kanal erweisen: Auch hierfür bietet die Software eine Schnittstelle zum Portal. Das Active Sourcing erleichtert das Feature prosoftsourcing: Recruiter können Daten aus vielversprechenden XING-Profilen per Mausklick in ihr Bewerbermanagement importieren.
Mehr Informationen zu prosoftrecruiting© finden Sie hier.

Fazit

Knapp ein Drittel ihrer Mitarbeiter rekrutieren Zeitarbeitsunternehmen über Online-Jobbörsen. Damit lösen die Online-Portale den Kontakt zu Arbeitsämtern als wichtigsten Kanal für die Personalrekrutierung ab. Eine wichtige Rolle spielt auch die Unternehmenswebsite, gefolgt von Mitarbeiterempfehlungen und der Personalsuche über soziale Netzwerke. Einen eher geringen Anteil an Mitarbeitern generieren die Unternehmen über Printmedien (z. B. durch Anzeigen in regionalen Tageszeitungen).

Quelle Foto: ©  deagreez / Fotolia


prosoft-Team

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Personalwesen und IT: eine unschlagbare Kombination. Als Anbieter hochspezialisierter Branchensoftware für das HR-Management und den Zeitarbeitsmarkt verfolgen wir diese Liaison seit über 30 Jahren. Was uns daran fasziniert? Dass sich selbst komplexe Prozesse mit dem richtigen Werkzeug einfach intelligent gestalten lassen. Unseren Erfahrungsschatz aus Branchen-Know-how, Prozessexpertise und Praxiswissen teilen wir mit HR-Interessierten in unseren Praxisseminaren:

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